Netzwerk Alter und Pflege

Versorgungsengpässe

Katholische Altenhilfe alarmiert

Die Mitglieder des Netzwerks Alter und Pflege verabschiedeten auf ihrer Jahresversammlung eine Resolution, in der sie die wachsenden Versorgungsengpässe in der Altenhilfe und schlechte Rahmenbedingungen in der Pflege kritisieren. In der Kurzzeitpflege herrsche bereits jetzt ein eklatantes Versorgungsdefizit mangels ausreichender Platzzahlen. Personalmangel zwinge die Einrichtungen und Dienste schon jetzt immer öfter dazu, Aufnahmestopps zu verhängen. Insofern sei ein Umsteuern in der Pflege dringend notwendig, so das Netzwerk in einer Pressemeldung.

Netzwerkversammlung 2018

Die Mitglieder des Netzwerks Alter und Pflege plädierten auf ihrer Jahresversammlung einstimmig für
die Annahme der Resolution, die die wachsenden Versorgungsengpässe in der Altenhilfe kritisiert.

"Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage" in Pflege

Während Anbieter von stationärer oder ambulanter Altenhilfe Leistungen in Teilen zurückfahren müssten, steige gleichzeitig die Nachfrage nach Unterstützung und Pflege. Dieses Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage werde sich durch das Wegbrechen traditioneller Familiensysteme, die zurzeit oft die Pflege ihrer Angehörigen übernehmen, noch erheblich verschärfen.

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Resolution gegen Versorgungsengpässe

Gemeinsam das Wir gestalten

Seit März 2015 ist das Netzwerk Alter und Pflege im Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart Zusammenschluss, Interessenvertretung und Arbeitsform der katholischen Träger von ambulanter und stationärer Altenhilfe in der Diözese.

Das Netzwerk Alter und Pflege

Vorteile auf einen Blick

  • Für ältere Menschen
    Menschen in der dritten und vierten Lebensphase stehen mit ihren Bedarfen im Mittelpunkt.
    Sie werden durch die Netzwerkarbeit noch stärker in ihren Sozialraum integriert, der bedarfsgemäß weiterentwickelt wird.
    Hilfe kann bedarfsorientiert und sektorenübergreifend organisiert werden.
  • Für Kirchengemeinden und Dekanate
    Eine Brücke wird geschaffen zwischen professionellen und ehrenamtlichen Hilfen für die älteren Menschen in der Gemeinde und im Dekanat.
    Diakonische Aufgaben der verfassten Kirche werden durch die Netzwerkarbeit praxisnah und bedarfsgerecht unterstützt.
    Ihre Rolle und Wahrnehmung als sozialpolitischer Akteur wird gestärkt.
  • Für Einrichtungen
    Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Einrichtungen und ihrer fachlichen Schwerpunkte generiert eine Vielfalt und Unterschiedlichkeit an Erfahrungen, die gebündelt und untereinander geteilt werden können.

Jeder Beteiligte kennt die Angebote der anderen und kann (s)einen Beitrag leisten, diese weiter zu entwickeln bzw. durch eigene Angebote zu ergänzen. Dadurch wird es möglich, abgestimmt und aufeinander bezogen sich als Gemeinschaft zu präsentieren und - auch politisch - mit "einer Stimme" aufzutreten. Dies stärkt nicht zuletzt die Wettbewerbsposition gegenüber privaten Anbietern.

Passgenaue Lösungen und neue Projektideen können gemeinsam entwickelt und erarbeitet werden.

Durch das Zusammenspiel aller wichtigen Akteure können grundlegende Aktionen und Strategien im Hinblick auf Staat, Kirche und Gesellschaft einfacher und schneller entwickelt und koordiniert werden.

Unsere Struktur

  • Die Netzwerkversammlung
    Jedes Mitglied hat einen stimmberechtigten Sitz in der Netzwerkversammlung. Diese tritt  mindestens einmal jährlich zusammen. Ihr obliegt unter anderem die fachliche Meinungsbildung sowie die Wahl der Vertretungen für den Diözesanen Runden Tisch.
  • Der Diözesane Runde Tisch
    Der Diözesane Runde Tisch (DRT) kommt mindestens vier Mal jährlich zusammen. Ihm gehören an: zwei Personen aus dem Vorstand des DiCV, sechs Vertreter aus dem Kreis der Mitglieder des Netzwerkes, davon drei Vertreter aus dem Kreis der Kirchen¬gemeinden  bzw. der von Kirchengemeinden mehrheitlich getragenen Rechtsträger sowie drei Vertreter aus dem Kreis der korporativen Mitglieder des DiCV. Hinzu kommt eine vom Fachverband "Zukunft Familie e.V." berufene Person als Vertreter/in der Organisierten Nachbarschaftshilfe. Der DRT erarbeitet unter anderem gemeinsame Positionierungen gegenüber Politik, Kirche und Gesellschaft. Er begleitet zudem die Regionalen Runden Tische bei deren Aufgaben und koordiniert den Unterstützungsbedarf von Akteuren des Netzwerks. 
  • Die Regionalen Runden Tische
    Die Regionalen Runden Tische unterstützen den Auf- und Ausbau regionaler Vernetzungsstrukturen mit Blick auf den Sozialraum.