Leben mit Behinderung

Unser ethisches Leitprinzip ist die "selbstbestimmte Teilhabe". Teilhabe bedeutet dabei soziale, wirtschaftliche und politische Systeme so zu gestalten, dass diese für alle Menschen innerhalb ihres Sozialraums nutzbar sind. Selbstbestimmung entsteht aus der Kompetenz, über die eigenen Angelegenheiten - eben gerade in den einfachsten Lebensbezügen - entscheiden zu können. Diese Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern sowie Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzubringen, ist zentrales Anliegen der Caritas.

Konkret heißt dies:

  • Freie Wahlmöglichkeiten zu einer unabhängigen Lebensführung; (frei wählen zu können, wie, mit wem und wo man wohnen und leben will),
  • Freien Zugang zu gemeindenahen Dienstleistungen am Wohnort oder in besonderen Wohnformen
  • Freien Zugang zu persönlichen Assistenzhilfen, die zur selbstbestimmten Teilhabe an der Gesellschaft notwendig sind.

Eine Behinderung beeinflusst das Leben, sie entscheidet es nicht

Junger Mann im Gespräch mit BetreuerinKNA / Oppitz

Mit geeigneter Unterstützung ist ein selbstbestimmtes Leben möglich. In unserer verbandlichen Arbeit setzen wir uns für eine konstruktive Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes ein.
"Behinderung" wird im allgemeinem Sprachgebrauch immer in Zusammenhang mit einem Defekt gesehen. Körperlich oder geistig. Die eigentliche Behinderung entsteht aber aus der Wechselwirkung zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen und system- sowie umweltbedingten Barrieren. Diese verhindern erst eine volle, wirksame und vor allem gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft. "Behinderung" kann demnach nicht als fest definiertes Konzept verstanden werden, sondern ist von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den Wechselwirkungen abhängig.

Der Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart gestaltet diese Rahmenbedingungen mit, im kirchlichen, politischen und sozialem Raum.

Vernetzen und Hilfen weiterentwickeln in der AG BEPS

Die Arbeitsgemeinschaft Hilfen für behinderte und psychisch kranke Menschen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart (AG BEPS)
Die AG BEPS fördert den fachlichen Diskurs und Erfahrungsaustausch unter den angeschlossenen Trägern von Einrichtungen und Diensten im Bereich der Hilfen für psychisch kranke und behinderte Menschen innerhalb des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Ein von den Mitgliedern gewählter Vorstand unterstützt zudem den Diözesancaritasverband in seiner Funktion als Spitzenverband und Interessenvertreter. Im Mittelpunkt der Überlegungen und Initiativen stehen derzeit die strukturelle Weiterentwicklung der Hilfen, insbesondere der Ausbau des gemeindenahen Wohnens und ambulanter Dienste.

Hilfs- und Beratungsangebote

Die Hilfen und Beratungsangebote vor Ort werden von angeschlossenen Trägern der Caritas erbracht. Sie orientieren sich an den Bedürfnissen und Notwendigkeiten der Menschen. Im Mittelpunkt stehen Angebote im Bereich Wohnen und Arbeiten. Weitere Informationen zu diesen Angeboten finden Sie auf den Webseiten unserer Mitglieder:

Publikationen und weitere Informationen

Beratung und Hilfe bei pränataler Diagnostik

Die DACB - Diözesanarbeitsgemeinschaft der Angehörigenvertretungen in Caritaseinrichtungen der Behindertenhilfe

KVJS Online: Innovation & Inklusion - Förderung von Wohn- und Beschäftigungsangeboten

Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz in Leichter Sprache