Ziele
Theorie: Bodyshaming und dessen Auswirkungen verstehen
Reflexion: Eigenen Bezug zum Thema reflektieren (persönlich, beruflich)
Praxis: Was kann ich tun? Was kann die Einrichtung tun? Wie werden Mitarbeitende und Klient_innen unterstützt und sensibilisiert?
Inhalt und Ablauf
Als Mitarbeitende in sozialen Einrichtungen begegnen wir Menschen in vielfältigen Lebenslagen. Respekt, Würde und Anerkennung der Einzigartigkeit jedes Menschen bilden die Grundlage unseres professionellen Handelns. Bodyshaming - also die Abwertung oder Bewertung von Körpern und Aussehen - steht diesen Werten entgegen und kann auch dort wirksam sein, wo es nicht bewusst beabsichtigt ist.
Der Sensibilisierungsworkshop lädt dazu ein, eigene Haltungen, Sprachmuster und gesellschaftlich geprägte Körperbilder zu reflektieren. Im Fokus steht die Frage, wie Bodyshaming im beruflichen Alltag, in Kommunikation und Strukturen entstehen kann - und wie Mitarbeitende dem aktiv und sensibel begegnen können.
Zentrale Inhalte des Workshops sind:
- gesellschaftliche Körpernormen und ihre Auswirkungen auf Teilhabe und Selbstwert
- die Bedeutung von Sprache, Zuschreibungen und unausgesprochenen Erwartungen
- Zusammenhänge zwischen Bodyshaming, Machtverhältnissen und Diskriminierung
- konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen respektvollen, professionellen Umgang mit Körpervielfalt.
Der Workshop versteht sich als Reflexions- und Lernraum. Ziel ist es, Sensibilität zu schärfen, Handlungssicherheit zu stärken und eine diskriminierungssensible Praxis weiterzuentwickeln. Der Workshop beinhaltet fachlichen Input der Referentin, Austausch und Reflexion in Kleingruppen sowie im Plenum und stellt immer wieder den konkreten Praxisbezug her, damit die Teilnehmenden am Ende des Tages Handlungsoptionen für ihren Arbeitsalltag mitnehmen.
Kontext
Im Arbeitsalltag begegnen Mitarbeitende sozialer Einrichtungen immer wieder Situationen, in denen Klient_innen körperbezogene Kommentare äußern. Solche Bemerkungen können von den kommentierenden Personen selbst oft nicht als übergriffig oder verletzend gemeint sein, werden jedoch dennoch als grenzüberschreitend erlebt. Gleichzeitig gibt es Situationen, in denen körperbezogene Themen aus echtem Interesse, aus wirklicher Sorge oder als Ausdruck einer tragfähigen Beziehung angesprochen werden. Hier gilt es, einen angemessenen und sensiblen Umgang zu finden, der sowohl die eigene professionelle Haltung als auch die Bedürfnisse und Perspektiven der Klient_innen berücksichtigt.
Zielgruppe
Mitarbeitende in der Arbeit mit Menschen (BQ für alle Mitarbeitenden des CVS)
Max. Teilnehmerzahl
14
Kosten
Normalpreis: 290 €
CVS-MA: kostenfrei
Veranstaltungsnummer
115/2026BQ