778.223 Euro haben 5.044 Leserinnen und Leser der Schwäbischen Zeitung im vergangenen Jahr für die Aktion "Helfen bringt Freude" gespendet. Die Spenden leisten einen wertvollen Beitrag, damit Fluchtursachen weltweit bekämpft und Menschen nach ihrer Flucht geholfen wird. Die Spendenerlöse gehen zur Hälfte an Menschen im Nordirak, die andere Hälfte fließt in 21 Caritas-Projekte und 85 Projekte anderer Organisationen. Die Zusammenarbeit zwischen Diözesancaritasverband und Medienhaus begann 2013 und hat inzwischen 7,8 Millionen Euro erbracht. Im Verlauf der Weihnachtsaktion hat die Schwäbische Zeitung immer wieder in ihren Ausgaben über die unterstützten Projekte berichtet.
Gemeinsam mit dem Caritasverband Rottenburg-Stuttgart hatte das Medienhaus in Ravensburg in der Advents- und Weihnachtszeit unter dem Motto "Verwandeln Sie Hunger in Hoffnung" zur Spende aufgerufen und damit das viertbeste Ergebnis in der Geschichte von "Helfen bringt Freude" erzielt.
Die Hälfte des Erlöses geht an Menschen, die in Flüchtlingscamps im Nordirak leben. Neue Schulbusse sollen Kindern den Schulbesuch ermöglichen. Mädchen und Jungen erhalten zudem Winterjacken und Lernmaterialien. Kinder mit einer Behinderung werden dahingehend unterstützt, dass auch sie am regulären Unterricht teilnehmen können.
Die andere Hälfte der Spenden geht an 106 Flüchtlingsprojekte im Verbreitungsgebiet der Schwäbischen Zeitung. Diese fördern geflüchtete Menschen in Oberschwaben oder Kooperationsprojekte weltweit. Von der Gesamtsumme fließen knapp 61.000 Euro in 21 Caritas-Projekte und -Initiativen im Raum Oberschwaben, Südschwarzwald, Ulm und auf der Schwäbischen Alb. Sie werden jeweils mit 2.900 Euro unterstützt.
Dr. Christoph Reisinger, Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, überreichte Bischof Dr. Klaus Krämer den symbolischen Spendenscheck. Bischof Krämer sagte, "die Aktion ‚Helfen bringt Freude‘ ermöglicht ganz konkrete Projekte, bei denen die Hilfe wirkt und ankommt. Die Spendenaktion zeigt auch die große Solidarität der Leserinnen und Leser der Zeitung, die Notsituationen von Menschen aus anderen Regionen dieser Welt wahrnehmen. Das ist ein ermutigendes Zeichen." "Die große Spendenbereitschaft ist Ausdruck von Hoffnung", sagte Oliver Merkelbach, Caritasdirektor der Diözese Rottenburg-Stuttgart. "Die Spenden der Leserinnen und Leser der Zeitung verwandeln ganz konkret die Lebenswege von Menschen. Sie helfen geflüchteten Menschen, Vergangenes zu bewältigen und ihre Zukunft eigenständig zu gestalten. Dafür sage ich von Herzen Dank."
Zu den von "Helfen bringt Freude" unterstützten Caritas-Initiativen in Württemberg zählt auch das Projekt "Psychotherapie für traumatisierte Flüchtlingskinder" in Ulm und Ehingen. Hier werden Kinder und Jugendliche unterstützt, die in ihren Heimatländern oder auf der Flucht furchtbarstes Leid erfahren mussten. Nun sollen sie ihr "neues Leben" meistern können und in unserer Gesellschaft heimisch werden. Die Spenden werden hier vor allem für Dolmetscherkosten und die Fahrtkosten der Klienten benötigt. Ein weiteres Projekt ist das Café International der Caritas im Integrationszentrum Weingarten. Seit 2018 begegnen sich hier Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte und Einheimische auf Augenhöhe. Sprachförderung, Beratung und Gemeinschaft schenken Mut zum Neuanfang.
Ein Bild von der Scheckübergabe finden Sie zum Download unter: helfen_bringt_freude.jpeg (1920×1280)
Bildzeile: Die Leserinnen und Leser der Schwäbischen Zeitung spendeten 778.000 Euro, um Fluchtursachen zu bekämpfen und für Menschen nach der Flucht
Ludger Möllers, Projektleiter "Helfen bringt Freude" bei der Schwäbischen Zeitung, Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg, Simon Fehr, Referent der Chefredaktion der Schwäbischen Zeitung, Christa Gebhard, Projektleitung "Partnerschaft Nordirak" im Staatsministerium Baden-Württemberg, Christine Krug, Psychologische Familien- und Lebensberatung der Caritas Ulm-Biberach, Dr. Christoph Grammer, Referatsleiter Entwicklungspolitik im Staatsministerium Baden-Württemberg, Kathrin Herzog, Projektkoordinatorin "Helfen bringt Freude" beim Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Christoph Reisinger, Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, Dr. Klaus Krämer, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Markus Kampling, Vorsitzender der Caritas Flüchtlingshilfe Essen, Katrin Öhler, Leitung Kompetenzzentrum Solidaritätsstiftung des Caritasverbands der Diözese Rottenburg-Stuttgart, und Barbara Walter, Teamleitung Fundraising beim Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Foto: Gregor Moser / Diözese Rottenburg-Stuttgart