Rückblick: Fachforum Gewaltschutz 2026
Die Referentin Manuela Trunk von der Universität Ravensburg-Weingarten benannte in ihrem Vortrag die Notwendigkeiten des Gewaltschutzes im Kontext von personalen Risiken, diakonischen Strukturen und institutioneller Haltung.
Die Talkrunde mit Leitungskräften aus dem sozialen Bereich und der Wirtschaft zusammen mit der Antidiskriminierungsstelle betonte die Verantwortung der Führungskräfte schon bei beginnenden Formen von Diskriminierung wie auch die Ermutigung von Mitarbeitenden, sich zu äußern. Wesentlich dafür ist eine Bereitschaft des Hörens bei Führungskräften.
In den Workshops am Nachmittag wurden diese Themen vertieft:
- Diskriminierung und Macht
- Bystander: Das Problem der schweigenden Masse
- Management der ethischen Gesundheit einer Organisation
- Beschwerdemanagement bei sexuellem Missbrauch durch Mitarbeitende
In der Bilanz des Tages wurde deutlich: Gewaltschutz heißt nicht, perfekte Kontrolle zu haben, sondern die Fähigkeit von Führung, Verantwortung zu halten ohne Schuld zu verteilen. Eine Führungskraft, die gemeinsames Handeln ermöglicht - auch im Scheitern - erreicht Schutz und behält die Gestaltungsmacht.
Ein gelingender Gewaltschutz ist somit zu verknüpfen mit Themen der Personalführung, der Leitungskultur und des Miteinanders in einer Organisation.
Die Unterlagen können Sie hier herunterladen.
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