Themenschwerpunkt Flucht

Kommunalwahl 2019

Gemeinsam Integration gestalten

Wenn sich in den Städten und Gemeinden Wahlberechtigte und diese die es nicht sind, als eine Interessensgemeinschaft verstehen, wird der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt. Gemeinsam äußert man seine Anliegen gegenüber der Politik und trägt so zu einer positiven Gestaltung des Lebens vor Ort bei. Es geht um gemeinsame Partizipation zu, aber vor allem auch nach den Kommunalwahlen.

Drei junge Männer sitzen an einem Tisch, im Hintergrund eine Tafel.Birgit Betzelt

Die vergangenen Jahre und die ersten Erfolge der Integration eines großen Teils der aus Krisengebieten geflüchteten Menschen machen inzwischen deutlich, dass Geflüchtete ihren Teil zu einem guten Zusammenleben vor Ort beitragen wollen. Es ist also auch im Sinne der Wahlberechtigten, die Interessen derer zu vertreten, die keine Stimme bei der Kommunalwahl abgeben können. Häufig sind es sogar dieselben Interessen.

Lesen Sie mehr zu den einzelnen Themenfelder wie Arbeit, WohnenBildung oder Mobilität um die Positionen und Forderungen der Caritas kennen zu lernen.

Zum Hintergrund:

Die Land- und Stadtkreisen übernehmen die Unterbringung Geflüchteter nach deren Aufenthalt in den Erstaufnahmestellen. Solange bis das Asylverfahren abgeschlossen ist, längstens jedoch für zwei Jahre. Danach sind die Kommunen für die Unterbringung verantwortlich oder Geflüchtete suchen sich eine private Unterkunft.

Kommunalpolitische Handlungsmöglichkeiten Thema Flucht & Asyl

Gemeinsam Integration gestalten

Zentraler Aspekt einer gelungenen Integration von Geflüchteten ist es, mit allen Beteiligten über Bedürfnisse, Anforderungen und Aufgaben zu sprechen. So können Maßnahmen zielgerichtet und Sinne aller erarbeitet und durchgeführt werden.

Die Förderung von Projekten zum Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Fluchterfahrung sollte fester Bestandteil einer inklusiven Kommunalpolitik sein. Dies wird den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Gemeinde vor Ort stärken und das alltägliche Leben positiv beeinflussen.

Individueller Unterstützungsbedarf auch, aber nicht nur für Geflüchtete

Behördengänge, Beantragungen von Unterstützungsleistungen oder einfach auch das Einholen von Informationen stellen für Geflüchtete aufgrund sprachlicher Defizite ein Problem dar. Aber nicht nur diese Gruppe, sondern auch Menschen mit Migrationshintergrund, mit Lern- und Leseschwächen oder mit einer geistigen Behinderung sind häufig mit komplizierten Verfahren, Intransparenz oder schwer verständlichen Beamtendeutsch überfordert.

Dadurch werde Prozesse der Integration erschwert, ja sogar verhindert.

Die Bürokratie muss daher vereinfacht werden, die Kommunikation und Zusammenarbeit der unterschiedlichen Ämter gefördert werden und Menschen, die individuelle Unterstützung benötigen, müssen diese auch bekommen können.